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    Die Energiepolitik der Schweiz
    Energiewende abwenden!
21 Dez 2013

Ein Weihnachtsgeschenk

 

Das Kaltduschenmitdoris-Team wünscht allen frohe und besinnliche Festtage und ein erfolgreiches und gesundes 2014. Hoffen wir, dass es uns zusammen mit vielen Gleichgesinnten im kommenden Jahr gelingen wird, ein wenig mehr Vernunft zurück in die Energie-Politik zu tragen.

Für Ihr Interesse und Ihre Treue möchten wir uns herzlich bedanken. Sie haben ein Weihnachtsgeschenk verdient und vielleicht möchten auch Sie jemandem eine Freude bereiten. Wir hätten da eine Idee:

Seit einigen Tagen ist der Film „Pandora’s Promise“ mit deutschen Untertiteln auf iTunes verfügbar. Er ist nicht ganz billig, aber es lohnt sich, ihn herunterzuladen (man kann ihn auch mieten) und es lohnt sich, dass man die Zeit (86 Minuten) aufwendet, um ihn anzuschauen – sogar zwei Mal. Hier ist die offizielle Beschreibung:

 

Impact Partners, in Zusammenarbeit mit Vulcan Productions und CNN Films präsentieren

Das Versprechen der Pandora

Den originellen neuen Film vom Academy-Award nominierten Regisseur Robert Stone. Die Atombombe und Kernschmelzen - wie in Fukushima - haben die Atomenergie zu einem Synonym für globale Katastrophen gemacht. Doch was, wenn dieses Bild der Atomenergie nicht stimmt? “Das Versprechen der Pandora“, ein Favorit bei den Zuschauern des Sun Dance Film Festivals, wirft die Frage auf, ob die Technologie, die wir am meisten fürchten, unseren Planeten vor einer Klimakatastrophe schützen könnte und Milliarden von Menschen in Entwicklungsländern mit ausreichend Energie aus der Armut helfen könnte. In diesem umstrittenen neuen Film erzählt Stone die äusserst persönlichen Geschichten von Umweltschützern und Energieexperten, die radikal umgedacht haben und nun klare Befürworter der Kernenergie sind und dabei ihre Karriere und ihren Ruf riskierten. Stone enthüllt diese Kontroverse innerhalb der Umweltschutzbewegung mit Geschichten von Überläufern einschliesslich Steward Brand, Richard Rhodes, Gwinneth Cravens, Mark Lynas und Michael Shellenberger. Unerschrocken und furchtlos, ist „Das Versprechen der Pandora“ ein Meilensteinwerk, das die Gespräche über dieses zutiefst emotionale und polarisierende Thema über Mythen und Wissenschaft für immer verändern wird.

 

Der Film räumt radikal mit den Mythen der AKW-Gegner auf und zwar durch Aussagen von ehemaligen antinuklearen Aktivisten. Es kommen auch Pioniere der ersten Stunde der Kernenergie zu Wort, so Charles Till, der die Entwicklung des IFR geleitet hat.

 

Und hier bringt uns die „World Nuclear Organisation“ in London mit dem folgenden Text gleich noch ein Weihnachtsgeschenk:

Die Betriebsdauer von US-Amerikanischen Reaktoren könnte über 60 Jahre hinaus verlängert werden, sagt die Amerikanische Physikalische Gesellschaft (APS). Aber diese mittelfristige Nuklearstrategie sollte durch ein robustes Neubauprogramm abgelöst werden.

Etwa 74 der 100 in den USA laufenden Kernkraftwerke haben eine Verlängerung der Betriebsbewilligung erhalten, die eine Betriebsdauer bis zu 60 Jahren erlauben – regelmässige Inspektionen vorbehalten. Parallel dazu haben Nachrüstungen insgesamt 6862 MW(e) an Leistungserhöhung gebracht, und der Anteil Nuklearstrom bleibt – trotz einiger Ausserbetriebnahmen - bei 20%. Weitere 18 Gesuche für Betriebsverlängerungen sind pendent.

Wenn man grosszügig für alle heutigen Reaktoren eine Betriebsdauer von 60 Jahren annimmt, würde dies bedeuten, dass die meisten zwischen Ende der 2020 und Mitte 2040 abgeschaltet würden. Das heisst, dass 60% der CO2-freien Stromproduktion wegfielen. Diese Abschaltungen könnten aber ohne weiteres weiter hinausgeschoben werden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Amerikanischen Physikalischen Gesellschaft (APS). Sie sieht keine technischen Hindernisse für Laufzeiten von 70 oder gar 80 Jahren. Angesichts des regulatorischen Aufwandes müssten sich die Versorger in den nächsten fünf Jahren überlegen, ob sie diesen Weg gehen wollen, sagte die APS.

"Die Versorger sollten erwägen, die Betriebsbewilligungen der Kernkraftwerke verlängern zu lassen, da diese im Unterschied zu Kohle- oder Gaskraftwerken keine der in der Luftreinhalteverordnung bezeichneten schädlichen Gase ausstossen“ sagte die APS. Sie sagte auch, dass die ökologischen Vorteile der Kernenergie „ein Anstoss für sozial verantwortliche Investoren sein könnten, die sich Sorgen um die zunehmenden CO2-Emissionen in der USA machen“.

Mit der Möglichkeit von Betriebsdauern über 60 Jahre hinaus, sollten die US Behörden daran arbeiten, diese Option den Versorgern anzubieten. Die APS sagte, dass die Bundesbehörden und die der Staaten tiefen CO2-Emissionen ein hohes Gewicht einräumen und damit den Kernkraftwerken bevorzugte Bedingungen gewähren sollten. Auch Finanzinstitute sollten Umwelteinflüsse in ihren Entscheidungen mit einbeziehen und damit die Bedingungen für Investitionen in Kernkraftwerke verbessern.

Aber die Verlängerung der Betriebsdauer von Werken aus den 70er und 80er Jahre allein genügt nicht. Die APS sagt: „Die US Regierung müsste ein konzentriertes Programm haben um die Entwicklung, den Bau und die Zulassung von neuen Kernreaktoren zu unterstützen, die sicher, umweltfreundlich und kostengünstig betrieben und schliesslich entsorgt werden können.“

Wer schreibt einen solchen Bericht über die Schweizerischen Kernkraftwerke?

Der Text stammt von „World Nuclear Organisation, London“; (Übersetzung: Simon Aegerter)

 

Kommentare

  • Die in einigen Ländern vorliegende Zurückhaltung beim Ausbau des vorhandenen Kernkraftwerkparkes bzw. entsprechende Verbote haben neben vermehrtem Einsatz fossil beheizter Kraftwerke einen Druck zur Folge, die bestehenden Kernkraftwerke länger als ursprünglich vorgesehen zu betreiben. Dieser Druck darf allerdings nicht zu Kompromissen auf Kosten der nuklearen Sicherheit führen.

    Die Initiative der Amerikanischen Physikalischen Gesellschaft (APS) zur weiteren Nutzung der Kernenergie in den USA ist, insbesondere im Interesse des Klimaschutzes, zu begrüssen. Allerdings sollten zusätzliche Verlängerungen der Betriebsdauer der in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts konzipierten Kernkraftwerke erst nach umfassenden Sicherheitsüberlegungen und allfälligen Nachrüstungen in Betracht gezogen werden. In der APS-Mitteilung werden Nachrüstungen nur bezüglich Leistungserhöhungen erwähnt, nicht aber bezüglich Verbesserung der Sicherheit. Nötig dürften zusätzliche Möglichkeiten zur Verhinderung bzw. Linderung von schweren Unfällen sein wie beispielsweise Notstandsysteme und solide Containments mit Entlastungsmöglichkeiten über Filter. Bedarf für solche Vorrichtungen ergibt sich bei unvorhergesehenen Ereignissen oder Störfallabläufen wie z.B. in Fukushima oder wie sie nach Leistungserhöhungen oder mit zunehmendem Alter weniger als bisher ausgeschlossen werden können.

    Zu begrüssen ist auch die Aufforderung zur Entwicklung neuer Kernreaktoren. Dabei sollten Anlagetypen angestrebt werden, die auch bei extremsten Annahmen ein nur geringes Risiko für die Umgebung darstellen oder aber so ausgelegt sind, dass ihr Schadenpotential ein tiefes Niveau nicht übersteigt.

    gepostet von Roland Naegelin Januar 03, 2014
  • Atomenergie ist sehr geeigent für Projetionen von eigenen nicht verarbeiteten Themen.
    - Nicht bewältigtes Auflehen gegen den eigenen Vater
    - Projektion der eigenen inneren Unsicherheit auf ein äusseres Thema.
    - etc.
    Ein prächtiges Sammelbecken und darum so irrational und hartnäckig.

    Irene und Simon, ihr habt vorgesorgt: wenn wir hier dann kalt duschen, dann könnt ihr etwas länger in Florida bleiben.........

    gepostet von Urs Mantel Dezember 23, 2013
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