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    Die Energiepolitik der Schweiz
    Energiewende abwenden!
03 Sep 2016

Der Geheimplan

Was wir schon immer vermutet haben: Im Departement Leuthard weiss man, dass die Energiestrategie 2050 nicht funktionieren kann. Natürlich findet man den Beweis nicht im Bundesamt für Energie*. Man muss in den Unterlagen des Bundesamts für Umwelt (BAFU) suchen. Dieses hat einen Bericht zur möglichen Entwicklung der Emission von Treibausgasen geschrieben.

Er heisst „Treibhausgasemissionen der Schweiz. Emissionsperspektiven bis 2050. Da wird das Scheitern der Energiewende mit bemerkenswerter Offenheit vorweg genommen. Man rechnet mit den gleichen von Prognos vorgegebenen Szenarien wie die Energiewende. Das „tiefe“ Szenario rechnet bis 2050 mit einem Rückgang der CO2-Emissionen von zur Zeit 6 Tonnen pro Person und Jahr auf 1 bis 1,5. „Konkrete Instrumente werden nicht vorgegeben“ heisst es ehrlicher- und entäuschenderweise.

Das mittlere Szenario setzt voraus, dass die im ersten Massnahmenpaket vorgesehenen Ziele erreicht werden können. Dann gibt es, wie von Anfang an zugegeben wurde, immer noch eine Unterversorgung mit Strom. Um sie auszugleichen, sind bis 2035 sage und schreibe 5 grosse Gas- Dampf Kombikraftwerke mit einer Leistung von je 550 Megawatt vorzusehen. Das erste müsste 2022 ans Netz gehen.

Im wahrscheinlichsten Szenario, „weiter wie bisher“ – keine geothermischen Kraftwerke, Zielvorgabe für Wind und Sonne bei Weitem nicht erreicht, Sparvorgaben verfehlt – sind bis 2050 volle 9 solcher Giganten vorgesehen. Das erste GuD müsste 2019 ans Netz. Das heisst, die Planung müsste bereits laufen!

Warum spricht man nicht darüber? Warum flunkert man der Bevölkerung weiterhin vor, das lasse sich alles mit Wind und Sonne regeln? Liegt hier des Rätsels Lösung, warum führende Wirtschaftskapitäne vorgeben, an die Energiewende zu glauben? Dass gar der Vollmond Strom liefere? Es wäre eine Taktik, an der Machiavelli seine Freude hätte: Liebe Leute, glaubt nur ruhig an Wind und Sonne! Wenn ihr dann endlich merkt, dass das nicht funktioniert, werdet ihr uns auf den Knien bitten, euch die CO2-Schleudern zu liefern.
Honi soit, qui mal y pense.

Den Bericht des BAFU findet man hier

 *Genau genommen schon: In der ersten Botschaft sprach man noch von Importen oder Gaskraftwerken. Aber in der jetzigen Schlussphase versucht man das totzuschweigen.

Bild: Siemens Gas- Dampfkraftwerk in Isching, Bayern

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