• KaltDuschenMitDoris.ch
    Die Energiepolitik der Schweiz
    Energiewende abwenden!
03 Mai 2013

Kalt duschen mit Doris

Wissen Sie noch? Es war 1999. Der Wahlkampf im Aargau war lustig. Genauer gesagt: voller Lustgefühle. „Duschen mit Doris“ war angesagt. Der lockere Spruch katapultierte Doris Leuthard in die Promi-Sphäre und nebenbei auch noch in den Nationalrat.

Inzwischen ist sie aufgestiegen, bis in den Bundesrat. Da verfügt sie die Energiewende. Das heisst Strom aus unzuverlässigen Solarzellen und Windturbinen, Stromsparen und Abgaben auf Benzin, und überhaupt: weniger Energie und weniger Wirtschaft und obendrauf keinen Atomstrom.

Das ist eine kalte Dusche für unser Land, für unsere Volkswirtschaft und die ganze Gesellschaft. Sie erstarrt in einem Dschungel von Regulierungen, Verboten und Abgaben. Die Schweiz verliert ihre Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt.

Nein danke, wir duschen lieber nicht mit Doris. Uns schaudert.

Doris Leuthard, verantwortlich für die Energiestrategie 2050 der Schweiz

(Aus Blick am Abend, 10. April 13)

Kommentare

  • Querköpfige Einwände fallen lassen / Während in der Tagespresse über den rekordhohen CO2-Ausstoss berichtet wird, streben Bundesrat und Parlament den Atomausstieg an, ohne eine glaubwürdige Alternative auf den Tisch zu legen. Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit sind Merkmale die mit dem Ausstieg aus der Kernenergie leichtfertig in Frage gestellt werden. Ich halte mich bis auf Weiteres an die Aussage des Umweltwissenschaftlers James Lovelock in seinem Buch 'Gaias Rache'. James Lovelock, eine Öko-Ikone der ersten Stunde, fleht seine Freunde in der Grünen Bewegung an, ihre "querköpfigen Einwände gegen die Kernenergie fallen zu lassen", denn "nur eine sofort verfügbare Energiequelle verursacht keine globale Erwärmung, und das ist die Kernenergie."

    Mario David, 9032 Engelburg

    gepostet von Mario David Februar 05, 2014
  • Es geht nicht nur um massiv erhöhte Energiepreise (wie wir sie in Deutschland schon sehen). Es geht darum, dass wir - nach dem Gesundheitswesen und der Landwirtschaft - einen weiteren Sektor einer P l a n w i r t s c h a f t aussetzen. Und wenn ich von oekologischer Steuereform lese, so kann das nur bedeuten, dass die steuern gleichzeitig ebenfalls massiv steigen werden. Bei der heutigen starken Progression zahlen 20 bis 30 % der Steuerzahler 70 bis 80 % der Steuern. Masstab ist das Einkommen, eine relativ einfach messbare Grösse. Künftig sollen aber die "Gutmenschen" (die kein oder ein kleines Auto fahren, die ihr Haus auf Kosten aller gut isoliert haben usw.) zu Lasten der bösen normalen Menschen begünstigvt werden. Die Umverteilbürokratie wird allein mehrere tausend gutbezahlte Beamte benötigen. Wann können wir über dieses Monster endlich abstimmen?

    gepostet von Peter V. Brunner, 8712 Stäfa September 19, 2013
  • Der Verzicht auf 40 % Atomstrom ist nur mit hohen Kosten, grosser Umweltbelastung und einer Gefährdung der Versorgungssicherheit möglich.
    Der von den Politikern geforderte Atomausstieg bringt keine Vorteile, aber dafür massive Nachteile, die das Volk treffen!
    Wenn wir darüber abstimmen, wird Doris Leuthard ihre grosse Niederlage erleben.
    Kalt duschen ist gesund und regt an.
    Aber nur ohne Doris!

    Die Schweiz braucht keinen -wie auch immer gearteten- Atomausstieg, nötig ist vielmehr eine Energiepolitik mit Zukunft- Ersatzkernkraftwerke, Energieeffizienz und Energieaussenpolitik müssen angepackt werden.
    Bis 2050 müssen drei neue Kernkraftwerke der 3. und 4. Generation ans Netz gehen. Energieeffizienz soll durch technischen Fortschritt erreicht werden, nicht durch politische Zwänge. Die Importe von Energieträgern müssen geografisch breit diversifiziert sein.

    gepostet von Markus Alder Juni 08, 2013
  • Richtig, fastedi, aber meine Enkel brauchen auch nach den nächsten Wahlen noch Strom...

    gepostet von SAe Mai 27, 2013
  • Ja das ging ja durch alle Medien. Es ist scheint aber, dass der Bezug zur Realität verloren ging. Ein Politiker denkt halt maximal mit einem Horizont von vier Jahren und da ist der Ausstieg aus der Atomenergie sicher die richtige Strategie. Wenn wir aber den Horizont etwas erweitern, müssen wir diesen Entscheid klar als fatal taxieren. Wir können natürlich auch kalt duschen und sonst noch so einigen Elektrokonsum reduzieren. Aber dann ist das mit den Elektro-Autos auch gelaufen.

    gepostet von Diethelm Emil Mai 24, 2013
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